Der Indikator vergleicht das schulische Bildungsniveau der jüngeren und der älteren Generation und gibt damit Hinweise auf die Entwicklung von Humankapital im Zeitvergleich.
Die Bevölkerung Baden-Württembergs weist heute im Durchschnitt einen deutlich höheren formalen Bildungsstand auf als in früheren Jahrzehnten. Insbesondere Frauen haben auf dem Gebiet der Bildung stark aufgeholt. Während in der Altersgruppe der 60- bis unter 70-Jährigen noch ungefähr doppelt so viele Männer wie Frauen das Abitur erworben haben, nähern sich bei den jüngeren Jahrgängen die Anteile der Männer und Frauen mit Hochschul- oder Fachhochschulreife immer mehr an. Bei den 20- bis unter 30-Jährigen haben die Frauen die Männer sogar überholt: So verfügen beachtliche 47 % der jungen Frauen über das Abitur. Bei ihren männlichen Altersgenossen liegt der Anteil bei rund 42 %. Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei den Frauen ohne allgemeinen Schulabschluss. Gegenüber den Seniorinnen mit knapp 6 % hat sich bei den 20- bis unter 30-jährigen Frauen der Anteil der Frauen ohne Abschluss auf 2 % reduziert.
| Schulische Qualifikation der Bevölkerung in Baden-Württemberg 2010 nach Geschlecht und ausgewählten Altersgruppen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Geschlecht Altersgruppe | Ohne Abschluss | Hauptschul- abschluss | Realschulabschluss1) | Hochschul-/ Fachhoch- schulreife |
| Anteile in % | ||||
|
1) Einschließlich gleichwertigen Abschlusses und Abschlusses der polytechnischen Oberschule in der ehemaligen DDR. Quelle: Ergebnisse des Mikrozensus. | ||||
| Männer | ||||
| 20 bis unter 30 Jahre | 2,3 | 25,5 | 30,1 | 42,1 |
| 60 bis unter 70 Jahre | 5,7 | 56,0 | 14,0 | 24,3 |
| Frauen | ||||
| 20 bis unter 30 Jahre | 2,1 | 17,0 | 33,8 | 47,1 |
| 60 bis unter 70 Jahre | 5,7 | 61,0 | 21,1 | 12,3 |
infopunkt
23.08.2011
© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2011 | ^