Investitionsintensität

Indikatoren zum Thema »Industrie, Handwerk, Bauen und Wohnen«

Investitionsintensität im Bauhauptgewerbe

Aussage

Investitionen stellen eine wichtige Größe für die Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft dar. Investitionen von Unternehmen des Bauhauptgewerbes führen zu einer Erhaltung, Ausweitung oder Verbesserung des Produktionspotentials. Die Investitionsintensität (Verhältnis der Investitionen zur Zahl der Beschäftigten) wird als Indikator für das Tempo der Modernisierung der Produktion oder für Produkt- und Verfahrensinnovationen und damit als Anhaltspunkt für die Entwicklung des Kapitaleinsatzes verstanden.

Schaubild:  Investitionsintensität im Bauhauptgewerbe in Deutschland 2012 nach Bundesländern

Investitionsintensität, Beschäftigte und Investitionen im Bauhauptgewerbe in Deutschland 2012 nach Bundesländern
BundesländerAktivierte Bruttozugänge an Sachanlagen (Investitionen)Beschäftigte 1)Investitionsintensität 2)
(Investitionen je Beschäftigten)
insgesamtVeränderung gegenüber VorjahrinsgesamtVeränderung gegenüber VorjahrinsgesamtVeränderung gegenüber Vorjahr
Mill. EUR% Anzahl% EUR%

1) Stand: Ende September.

2) Abweichungen sind auf das Runden der Zahlen zurückzuführen.

Baden-Württemberg300,313,852.9200,55.67513,3
Bayern458,313,882.0284,45.5879,0
Berlin34,93,912.6460,32.7613,7
Brandenburg59,1−14,214.256−0,54.143−13,9
Bremen8,220,62.5212,63.27117,3
Hamburg45,0116,34.664−0,79.648117,9
Hessen138,215,427.6482,24.99712,9
Mecklenburg-Vorpommern25,6−5,58.4141,13.042−6,8
Niedersachsen203,7−20,146.3742,94.392−22,4
Nordrhein-Westfalen348,71,671.3353,04.888−1,4
Rheinland-Pfalz96,810,519.097−2,55.06713,4
Saarland21,70,55.481−2,23.9582,7
Sachsen93,1−6,125.589−0,63.640−5,5
Sachsen-Anhalt50,0−10,714.1570,63.533−11,3
Schleswig-Holstein59,419,811.9885,24.95513,7
Thüringen51,8−0,212.6630,74.093−0,9
Deutschland1.994,84,6411.7811,94.8442,6

Ergebnisse

Investitionen sind besonders konjunkturreagibel und damit starken Schwankungen unterworfen. Die Investitionsintensität der größeren bauhauptgewerblichen Unternehmen in Baden-Württemberg hat sich seit dem Jahr 2002 mit knapp 3 200 bis zum Jahr 2012 mit 5 675 Euro je Beschäftigten stark erhöht. Es war kein stetiger Anstieg, denn bedingt durch die konjunkturelle Gesamtsituation lag die Investitionsintensität im Jahr 2009 bei rund 4 440 Euro je Beschäftigten und damit fast 9% unter dem Vorjahresergebnis. Dem folgte mit dem Jahr 2010 eine Steigerung von um 19 % gegenüber 2009, wieder gefolgt von einer Abschwächung um circa 5 % im Jahr 2011. Das Jahr 2012 ist wieder durch eine kräftige Steigerung gekennzeichnet. Eine Investitionsintensität von 5 675 EURO/je Beschäftigten bedeutet eine Steigerung gegenüber 2011 von rund 13 %.

Seit der Jahrtausendwende war die Investitionsintensität der in Baden-Württemberg befragten bauhauptgewerblichen Unternehmen meist höher als der Bundesdurchschnitt. Nur 2003 bis 2005 wurde das Bundesergebnis nicht erreicht.

Definition / Berechnung
Investitionen in EUR / Anzahl Beschäftigte
Als »Investitionen« gelten der Wert aller im Geschäftsjahr aktivierten Bruttozugänge an Sachanlagen. Nicht berücksichtigt sind Auslandsinvestitionen.
Als Beschäftigte gelten alle tätigen Personen, die in einem vertraglichen Arbeitsverhältnis bzw. Dienstverhältnis zum Unternehmen stehen (einschließlich Auszubildende). Einbezogen werden u. a auch Saison-, Aushilfs-, und Teilzeitbeschäftigte, Kurzarbeiter und Winterausfallgeldempfänger. Außerdem zählen auch tätige Inhaber, Mitinhaber und unbezahlt mithelfende Familienangehörige dazu. Beschäftigte zum Stand Ende September.
Datenquelle
Jahreserhebung einschließlich Investitionserhebung bei Unternehmen des Bauhauptgewerbes (Ergebnisse der Unternehmen mit 20 Beschäftigten und mehr).
Länderergebnisse: Statistisches Bundesamt.
Mögliche regionale Gliederung
Land
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung:
Juli 2015

infopunkt

Weiterführende Informationen

25. 7. 2014


© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2014 | ^