Investitionen

Indikatoren zum Thema »Industrie, Handwerk, Bauen und Wohnen«

Aussage

Investitionen stellen eine wichtige Größe für die Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft dar. Investitionen von Unternehmen/Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes führen zur Erhaltung, Ausweitung oder Verbesserung des Produktionspotentials. Die Investitionsintensität (Verhältnis der Investitionen zur Zahl der Beschäftigten) wird als Indikator für das Tempo der Modernisierung der Produktion oder für Produkt- und Verfahrensinnovationen und damit als Anhaltspunkt für die Entwicklung des Kapitaleinsatzes verstanden.

Ergebnisse

Investitionen sind besonders konjunkturreagibel, so dass deren Entwicklung in hohem Maße von zyklischen Einflüssen geprägt und damit starken Schwankungen unterworfen ist. Insgesamt war in der ersten Hälfte des letzten Jahrzehnts eine im Trend rückläufige Entwicklung der Investitionsintensität der Industriebetriebe in Baden-Württemberg zu beobachten, die 2005 ihren Tiefpunkt mit 6 655 Euro erreichte. Danach stieg die Investitionsintensität bis auf einen neuen Höchststand von 9 225 Euro je Beschäftigten im Rekordjahr 2008 an. 2009 sank sie infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftkrise deutlich auf 7 400 Euro ab und verharrte auf ähnlichem Niveau in 2010 (7 523 Euro). 2011 führte der konjunkturelle Boom zu einem starken Anstieg der Investitionsintensität auf nun 8 357 Euro, was einen Zuwachs von 11,1 Prozent bedeutet. Im Bundesländerranking belegt Baden-Württemberg mit Platz 12 aber nach wie vor einen der hinteren Plätze.

Schaubild: Investitionsintensität im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland nach Bundesländern

Investitionen und Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland 2011 nach Bundesländern
BundesländerAktivierte Bruttozugänge an Sachanlagen (Investitionen)Beschäftigte1)Investitionsintensität
(Investitionen je Beschäftigten)
insgesamtVeränderung gegenüber VorjahrinsgesamtVeränderung gegenüber VorjahrinsgesamtVeränderung gegenüber Vorjahr
1.000 EUR% Anzahl% EUR%

1) Stand: Ende September.

Baden-Württemberg9.936.04814,81.188.8883,38.35711,1
Bayern10.766.83021,81.170.3193,39.20017,8
Berlin802.8387,492.5573,88.6743,5
Brandenburg1.055.62031,397.1277,310.86822,3
Bremen779.32345,650.3582,415.47642,2
Hamburg966.21543,881.9392,811.79239,9
Hessen3.230.3539,0399.2613,58.0915,3
Mecklenburg-Vorpommern386.693−9,056.6820,36.822−9,3
Niedersachsen5.282.08626,6499.5822,510.57323,5
Nordrhein-Westfalen9.403.40717,51.191.7012,47.89114,8
Rheinland-Pfalz2.542.10811,6283.7723,38.9588,0
Saarland1.100.806−26,495.0623,111.580−28,7
Sachsen4.610.45432,3253.6016,418.18024,4
Sachsen-Anhalt1.417.0925,8129.3263,010.9582,7
Schleswig-Holstein849.8497,0120.0002,17.0824,8
Thüringen1.455.45614,8162.5397,28.9557,2
Deutschland54.585.17817,55.872.7143,39.29513,7
Definition / Berechnung
Investitionen in EUR / Anzahl Beschäftigte
Als »Investitionen« gelten der Wert aller im Geschäftsjahr aktivierten Bruttozugänge an Sachanlagen. Nicht berücksichtigt sind Auslandsinvestitionen.
Als Beschäftigte gelten alle tätigen Personen, die in einem vertraglichen Arbeitsverhältnis bzw. Dienstverhältnis zum Betrieb stehen (einschließlich Auszubildende) sowie tätige Inhaber, -innen/ Mitinhaber, -innen, mithelfende Familienangehörige, an andere Unternehmen überlassene Mitarbeiter, -innen und Heimarbeiter, -innen, aber ohne Leiharbeitnehmer, -innen. Einbezogen werden u. a. Saison-, Aushilfs-, und Teilzeitbeschäftigte. Beschäftigte zum Stand Ende September.
Datenquelle
Investitionserhebung bei Unternehmen und Betrieben im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden.
Mögliche regionale Gliederung
Kreis, Region, Regierungsbezirk, Land
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung
Dezember 2013

26.11.2012


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