Umsatzproduktivität

Indikatoren zum Thema »Industrie, Handwerk, Bauen und Wohnen«

Umsatzproduktivität im Verarbeitenden Gewerbe

Aussage

Die Umsatzproduktivität (Umsatz je Beschäftigten) stellt einen Anhaltspunkt für die Effizienz des im Produktionsprozess eingesetzten Faktors Arbeit dar. Als weitere Einflussgrößen sind Natur (z. B. Grundstücke, Rohstoffe, Energie) und Kapital (u. a. Maschinen, Gebäude, Werkzeuge sowie auch Halb- und Fertigerzeugnisse, die in die Produktion eingehen) zu nennen, die je nach Branche unterschiedlich große Bedeutung haben.

Schaubild: Umsatzproduktivität im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland 2013 nach Bundesländern

Ergebnisse

Als eher kapitalintensiver Wirtschaftsbereich fällt die Umsatzproduktivität der Industrie im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen hoch aus. Deutschlandweit sank die Umsatzproduktivität im Jahr 2013 leicht ab auf 291 300 Euro (−0,7 %). Baden-Württemberg lag mit einem Wert von 257 100 Euro (0,6 %) im unteren Tabellenbereich des Bundesländerrankings. Für den Indikator Umsatzproduktivität ist im Allgemeinen für Stadtstaaten ein höherer Wert als für Flächenländer festzustellen.

Definition / Berechnung
Umsatz in EUR / Anzahl Beschäftigte
Der Umsatz umfasst die Erlöse aus eigenen Erzeugnissen und industriellen/handwerklichen Dienstleistungen sowie die Erlöse aus Handelsware und sonstigen nichtindustriellen/nichthandwerklichen Tätigkeiten. Als Umsatz gilt (unabhängig von Zahlungseingang oder Liefertermin) die Summe der Rechnungsendbeträge (ohne Umsatzsteuer) der in den Monaten Januar bis Dezember des Berichtsjahres abgerechneten Lieferungen und Leistungen an Dritte einschließlich der Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an rechtlich selbständige Unternehmen des eigenen Konzerns und rechtlich selbständige Verkaufsgesellschaften.
Als Beschäftigte gelten alle tätigen Personen, die in einem vertraglichen Arbeitsverhältnis bzw. Dienstverhältnis zum Betrieb stehen (einschließlich Auszubildende) sowie tätige Inhaber, -innen/Mitinhaber, -innen, mithelfende Familienangehörige, an andere Unternehmen überlassene Mitarbeiter, -innen und Heimarbeiter, -innen, aber ohne Leiharbeitnehmer, -innen (im Sinne des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes). Einbezogen werden u. a. Saison-, Aushilfs-, und Teilzeitbeschäftigte. Beschäftigte zum Stand Ende September.
Datenquelle
»Monatsbericht für Betriebe« und »Jahresbericht für Betriebe« im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden.
Länderergebnisse: Statistisches Bundesamt.
Mögliche regionale Gliederung
Kreis, Region, Regierungsbezirk, Land
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung
Juni 2015
Umsatz und Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland 2013 nach Bundesländern
BundesländerUmsatzBeschäftigte1)Umsatzproduktivität
(Umsatz je Beschäftigten)
insgesamtVeränderung
gegenüber
Vorjahr
insgesamtVeränderung
gegenüber
Vorjahr
insgesamtVeränderung
gegenüber
Vorjahr
1.000 EUR% Anzahl% EUR%

1) Stand: Ende September.

Baden-Württemberg313.640.2241,51.220.1050,9257.0600,6
Bayern339.203.8840,71.199.0250,2282.9000,5
Berlin23.239.892−0,492.045−0,9252.4840,5
Brandenburg25.532.2660,499.007−0,1257.8830,5
Bremen23.340.557−6,352.2801,2446.453−7,5
Hamburg83.060.160−6,184.8531,3978.871−7,3
Hessen110.339.695−0,2401.0640,2275.117−0,4
Mecklenburg-Vorpommern13.344.2214,855.928−2,4238.5967,4
Niedersachsen191.374.525−2,1522.0301,2366.597−3,2
Nordrhein-Westfalen339.997.818−0,71.215.885−0,2279.630−0,6
Rheinland-Pfalz91.784.6502,4287.2220,2319.5602,2
Saarland25.187.536−7,292.402−0,6272.586−6,6
Sachsen58.588.701−1,6263.7030,8222.177−2,4
Sachsen-Anhalt42.830.2221,0131.3930,6325.9700,4
Schleswig-Holstein36.865.3202,0122.6581,0300.5541,0
Thüringen31.791.0301,0168.2460,5188.9560,6
Deutschland1.750.120.701−0,36.007.8460,4291.306−0,7

24. 7. 2014


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