Umsatzproduktivität

Indikatoren zum Thema »Industrie, Handwerk, Bauen und Wohnen«

Umsatzproduktivität im Verarbeitenden Gewerbe

Aussage

Die Umsatzproduktivität (Umsatz je Beschäftigten) stellt einen Anhaltspunkt für die Effizienz des im Produktionsprozess eingesetzten Faktors Arbeit dar. Als weitere Einflussgrößen sind Natur (z. B. Grundstücke, Rohstoffe, Energie) und Kapital (u. a. Maschinen, Gebäude, Werkzeuge sowie auch Halb- und Fertigerzeugnisse, die in die Produktion eingehen) zu nennen, die je nach Branche unterschiedlich große Bedeutung haben.

Schaubild: Umsatzproduktivität im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland 2014 nach Bundesländern

Umsatz und Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland 2014 nach Bundesländern
BundesländerUmsatzBeschäftigte1)Umsatzproduktivität
(Umsatz je Beschäftigten)
insgesamtVeränderung
gegenüber
Vorjahr
insgesamtVeränderung
gegenüber
Vorjahr
insgesamtVeränderung
gegenüber
Vorjahr
1.000 EUR% Anzahl% EUR%

1) Stand: Ende September.

2) Auf Grund revidierter Betriebsmeldungen sind die Umsatzwerte für Bayern ab dem Jahr 2014 mit den vorhergehenden Zeiträumen nicht vergleichbar. Eine Revision der Werte von 2013 und früheren Jahren ist leider nicht möglich.

Baden-Württemberg328.261.6244,71.234.9721,2265.8054,0
Bayern2)328.577.661x1.221.5311,9268.988x
Berlin24.149.6423,993.5321,6258.1972,8
Brandenburg26.031.2252,099.4320,4261.7992,0
Bremen23.473.7420,651.323−1,8457.373−5,2
Hamburg79.153.644−4,786.0871,5919.461−12,9
Hessen112.152.2971,6406.0721,2276.188−0,1
Mecklenburg-Vorpommern14.009.1755,056.1780,4249.37112,2
Niedersachsen196.427.9532,6530.1261,6370.531−2,2
Nordrhein-Westfalen337.697.507−0,71.219.7470,3276.859−1,6
Rheinland-Pfalz90.486.939−1,4289.1550,7312.9360,1
Saarland26.376.4014,792.034−0,4286.594−1,8
Sachsen60.916.8364,0270.6002,6225.118−1,1
Sachsen-Anhalt41.747.115−2,5133.5091,6312.691−3,7
Schleswig-Holstein38.623.2334,8122.086−0,5316.3616,3
Thüringen32.054.2410,8168.5270,2190.2021,2
Deutschland1.760.139.2360,66.074.9111,1289.739−1,2

Ergebnisse

Als eher kapitalintensiver Wirtschaftsbereich fällt die Umsatzproduktivität der Industrie im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen hoch aus. Deutschlandweit sank die Umsatzproduktivität im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr auf 289 700 Euro (−1,2 %). Baden-Württemberg lag mit einem Wert von 265 800 Euro (+4 %) am Ende des Bundesländerrankings. Für den Indikator Umsatzproduktivität ist im Allgemeinen für Stadtstaaten ein höherer Wert als für Flächenländer festzustellen.

Definition / Berechnung
Umsatz in EUR / Anzahl Beschäftigte
Der Umsatz umfasst die Erlöse aus eigenen Erzeugnissen und industriellen/handwerklichen Dienstleistungen sowie die Erlöse aus Handelsware und sonstigen nichtindustriellen/nichthandwerklichen Tätigkeiten. Als Umsatz gilt (unabhängig von Zahlungseingang oder Liefertermin) die Summe der Rechnungsendbeträge (ohne Umsatzsteuer) der in den Monaten Januar bis Dezember des Berichtsjahres abgerechneten Lieferungen und Leistungen an Dritte einschließlich der Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an rechtlich selbständige Unternehmen des eigenen Konzerns und rechtlich selbständige Verkaufsgesellschaften.
Als Beschäftigte gelten alle tätigen Personen, die in einem vertraglichen Arbeitsverhältnis bzw. Dienstverhältnis zum Betrieb stehen (einschließlich Auszubildende) sowie tätige Inhaber, -innen/Mitinhaber, -innen, mithelfende Familienangehörige, an andere Unternehmen überlassene Mitarbeiter, -innen und Heimarbeiter, -innen, aber ohne Leiharbeitnehmer, -innen (im Sinne des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes). Einbezogen werden u. a. Saison-, Aushilfs-, und Teilzeitbeschäftigte. Beschäftigte zum Stand Ende September.
Datenquelle
»Monatsbericht für Betriebe« und »Jahresbericht für Betriebe« im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und in der Gewinnung von Steinen und Erden.
Länderergebnisse: Statistisches Bundesamt.
Mögliche regionale Gliederung
Kreis, Region, Regierungsbezirk, Land
Periodizität
Jährlich
Nächste Aktualisierung
April 2016

15. 4. 2015


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