2009-08

»Statistisches Monatsheft« 2009-08

Titelthema

Altersstruktur der Lehrerschaft an öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg

An den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen im Land waren im Schuljahr 2008/09 rund 82 800 hauptberufliche Lehrkräfte tätig, an den beruflichen Schulen weitere 19 100. Die Kollegien an den allgemeinbildenden Schulen bestehen überwiegend aus Lehrerinnen: Ihr Anteil reicht von 52 % an Gymnasien bis 77 % an Grund- und Hauptschulen. An beruflichen Schulen stellen die männlichen Lehrkräfte mit 59 % noch die Mehrheit. Das Durchschnittsalter der Lehrkräfte ist in den letzten 3 Jahren etwas gesunken, am deutlichsten an den Gymnasien: um 2,2 Jahre auf 46,5 Jahre. Die Hälfte der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen ist 50 Jahre alt oder jünger. An beruflichen Schulen liegt dieser Mittelwert bei 49 Jahren. Da zunehmend Frauen den Lehrerberuf anstreben, sind unter den jüngeren Lehrkräften vorwiegend Frauen zu finden. Somit ist das Durchschnittsalter der Lehrerinnen auch deutlich niedriger als das der Lehrer.

Dr. Rainer Wolf

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Bevölkerung, Familie | ^

Kinder? Jetzt nicht! – Aber wann dann?

Die Flexibilisierung am Arbeitsmarkt wird häufig als Maßnahme zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie propagiert. Die einzelnen Maßnahmen sind jedoch sehr unterschiedlich zu bewerten. Reagiert der Arbeitsmarkt mit der Ausweitung von Teilzeitarbeitsplätzen hauptsächlich auf einen Bedarf von Frauen und Männern, die dadurch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf realisieren wollen, so ist die Befristung von Arbeitsverträgen ein Flexibilisierungsinstrument der Arbeitgeber, das fast ausschließlich gegen den Willen der Arbeitnehmer eingesetzt wird. Unsichere Arbeitsplätze führen, dies zeigen die Analysen dieses Artikels, zu einer Verschiebung von Kinderwünschen. Die Ergebnisse legen nahe, dass für viele Paare Arbeitsplatzsicherheit eine notwendige Bedingung für die Familiengründung ist. Erst wenn Arbeitsplatzsicherheit gewährleistet ist, können weitere familienpolitische Maßnahmen wie Elternzeit und Elterngeld oder der Ausbau der Kleinkindbetreuung ihre Wirkung entfalten.

Dr. Bernhard Payk / Alexandra Schmider

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Bevölkerung, Familie | ^

Müttererwerbstätigkeit und Betreuung von Kindern unter 3 Jahren – ein deutsch-französischer Vergleich

Die Mehrheit unserer französischen Nachbarn ist der Überzeugung, dass sich Familie und Beruf alles in allem gut vereinbaren lassen. Nach einer Allensbach-Befragung teilen 62 % der Französinnen, aber nur 22 % der deutschen Frauen diese Einschätzung. Vergleicht man die Müttererwerbstätigkeit in Deutschland und Frankreich, so fällt auf, dass deutsche Mütter ihr berufliches Engagement in den ersten Lebensjahren ihres Kindes deutlich stärker einschränken als Mütter in Frankreich. Dies regt dazu an, einen genaueren Blick auf die Erwerbsbeteiligung von Müttern und die Betreuung von unter 3-Jährigen in beiden Ländern zu werfen. Dabei zeigen sich teilweise altbekannte Unterschiede – aber auch Gemeinsamkeiten.

Dr. Stephanie Saleth / Michael Grätz

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Bevölkerung, Familie | ^

Zensus 2011: Ein großes Anliegen des Finanzministeriums Baden-Württemberg

Vor nunmehr über 22 Jahren fand im früheren Bundesgebiet die letzte Volkszählung statt. Da die auf Basis ihrer Ergebnisse fortgeschriebenen Bevölkerungs- und Wohnungszahlen sowie die darauf aufbauenden Statistiken im Laufe der Jahre immer ungenauer wurden, ist eine neue Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung (Zensus) dringend erforderlich, um verlässliche Bevölkerungszahlen und weitere Grunddaten für politische und wirtschaftliche Entscheidungen und Planungen zu erhalten. Dem Finanzministerium Baden-Württemberg – dies wird im Folgenden dargelegt – ist es ein großes Anliegen, nicht zuletzt wegen der politischen und fiskalischen Bedeutung von Einwohnerzahlen, dass der Zensus 2011, der anders als frühere Volkszählungen weitgehend registergestützt ist, qualitativ hohen Ansprüchen entspricht bzw. zu einer Erneuerung und Verbesserung der Datenlage führt, damit Fehlentscheidungen mit möglicherweise weitreichenden finanziellen Folgen vermieden werden können.

Dr. Werner Münzenmaier

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Wirtschaft, Arbeitsmarkt | ^

WZ 2008: Die neue Ordnung der wirtschaftsstatistischen Welt

Die bei der Abgrenzung und Darstellung von amtlichen Statistiken zugrunde liegenden Systematiken müssen in größeren zeitlichen Abständen an veränderte Gegebenheiten angepasst werden, um die reale Welt noch angemessen abbilden zu können. In einem international abgestimmten, auch als »Operation 2007« bezeichneten Prozess wurden die für die Wirtschaftsstatistiken maßgeblichen Wirtschaftszweig- und Güterklassifikationen jüngst einer größeren Revision unterzogen. Als eines der Resultate entstand die nationale Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008), die künftig die bisherige WZ 2003 ablösen soll. Das Unternehmensregister als umfassendstes Instrument für die Darstellung von Unternehmen und Betrieben nach deren Tätigkeiten hat diesen Wechsel im Jahr 2008 vollzogen. Da die aus dem Registerstand Ende 2008 ermittelten Resultate für das Berichtsjahr 2006 einmalig sowohl nach der alten als auch nach der neuen Systematik vorliegen, ist ein direkter Ergebnisvergleich möglich, der auch eine Darstellung der »Wanderungen« einschließt.

Dr. Richard Kössler

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Wirtschaft, Arbeitsmarkt | ^

Unternehmensregister Baden-Württemberg: Der Umstellungsprozess auf die Wirtschaftszweigklassifikation WZ 2008

Aufgrund geänderter wirtschaftlicher Zusammenhänge wurde es notwendig, die zur Beschreibung der unternehmerischen Aktivitäten verwendeten Wirtschaftszweigklassifikationen auf europäischer Ebene grundsätzlich zu überarbeiten. Die dabei entstandene neue NACE Rev. 2 wurde so abgestimmt, dass auch die weiteren überarbeiteten Wirtschaftssystematiken mit berücksichtigt werden konnten. Für Deutschland wurde eine aus der NACE Rev. 2 abgeleitete nationale Fassung der Wirtschaftszweigklassifikation erarbeitet, die unter der Bezeichnung »Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008)« die bisherige Systematik ablöst.1 Im Laufe des Jahres 2008 erfolgte bundesweit die Einführung und Umstellung für alle betroffenen Einheiten im statistischen Unternehmensregister nach einem innerhalb der deutschen amtlichen Statistik abgestimmten Verfahren. Daneben wurde die neue Klassifikation auch in der Steuer- und Arbeitsverwaltung eingeführt.

Im nachfolgenden Beitrag wird der Ablauf dieses Prozesses der Umstellung im Einzelnen dargestellt.

Hans Jörg Hoffmann

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Wirtschaft, Arbeitsmarkt | ^

Außenhandelsdatenbank im Internet: Importe und Exporte Baden-Württembergs für alle Staaten

Als Grundlage für regionale Analysen, Beschreibungen oder Auskünfte ist die Struktur- und Regionaldatenbank das zentrale Auswertungs- und Auskunftssystem des Statistischen Landesamtes. In großem Umfang sind diese Daten zu allen Themenbereichen der amtlichen Statistik auch im Internet unter www.statistik-bw.de in derzeit rund 1 000 Tabellen kostenfrei abrufbar. Die Außenhandelsdatenbank ist Bestandteil der Struktur- und Regionaldatenbank. Sie wird im Internet als Extraanwendung angeboten und ermöglicht den Abruf der Außenhandelsdaten von Baden-Württemberg insgesamt und Deutschland mit allen Staaten der Erde.

Cornelia Schwarck

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Land und Kommunen | ^

Im Blickpunkt: Die Gemeinde Herbrechtingen im Landkreis Heidenheim

Für unsere Serie »Im Blickpunkt« schauen wir in diesem Beitrag in den Osten Baden-Württembergs zur Stadt Herbrechtingen, deren Bevölkerung leicht zurückgeht, die aber eine positive Entwicklung der Beschäftigten vorweisen kann. Diese und weitere Daten sind im Landesinformationssystem Baden-Württemberg (LIS) in der Regionaldatenbank auch unter www.statistik-bw.de verfügbar. Damit lassen sich für jede Gemeinde Baden-Württembergs interessante Erkenntnisse zur Struktur und Entwicklung gewinnen.

Cornelia Schwarck

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Verschiedenes | ^

Baden-Württemberg vor der Bundestagswahl 2009

Am 27. September 2009 findet in Deutschland die 17. Wahl zum Deutschen Bundestag statt. Die nach der Bundestagswahl 2005 gebildete Große Koalition aus CDU/CSU und SPD steht dabei auf dem Prüfstand der Wählerinnen und Wähler.

Folgender Beitrag gibt einen Rückblick auf die Ergebnisse der Bundestagswahl 2005 in Deutschland und in Baden-Württemberg. Da neben den Wahlergebnissen in Bund, Ländern und Wahlkreisen auch das Wahlverhalten der Bürgerinnen und Bürger von Interesse ist, werden mit den Ergebnissen der repräsentativen Wahlstatistik auch Daten zur Wahlbeteiligung und Wählerschaft der Parteien nach Geschlecht und Alter dargestellt. Zusätzlich wird über Änderungen der Wahlkreiseinteilung des Landes informiert.

Dr. Dirk Eisenreich / Monika Hin

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Verschiedenes | ^

Bundestagswahl 2009: Aufgaben und Serviceangebot des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg

Die Prognosen und Veröffentlichungen der kommerziellen Umfrageinstitute rund um Wahlen genießen erfahrungsgemäß ein hohes Medienecho. In den Monaten und Wochen vor einer Wahl veröffentlichen Wahlforschungsinstitute verstärkt Umfrageergebnisse, zum Beispiel zum Ergebnis der »Sonntagsfrage«, die mit zunehmender zeitlicher Nähe zum Wahltermin immer mehr an öffentlichem Interesse gewinnen. An den Wahlabenden werden bereits kurz nach Schließung der Wahllokale die ersten Hochrechnungen über den Ausgang der Wahl veröffentlicht. Die Diskussionen der Kandidaten über Wahlsieg und Niederlage am Wahlabend basieren in der Regel nicht auf dem amtlichen Wahlergebnis – das meistens erst spätabends vorliegt – sondern im Wesentlichen auf Hochrechnungsergebnissen von Wahlforschungsinstituten. Selbst in den Zeitungsberichten am Montag nach einer Wahl findet sich häufig noch nicht das amtliche Wahlergebnis, sondern das einer Hochrechnung. Für die Erstellung des amtlichen Wahlergebnisses kommt den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder eine zentrale Bedeutung zu, die in der Öffentlichkeit oftmals nicht bekannt ist.

Am Beispiel der Bundestagswahl am 27. September 2009 wird im Folgenden dargestellt, welche Aufgaben das Statistische Landesamt Baden-Württemberg bei Wahlen wahrnimmt und wie die Ermittlung der Wahlergebnisse vonstatten geht. Außerdem wird das Informationsangebot des Statistischen Landesamtes zur Bundestagswahl 2009 vorgestellt.

Wilfred Berger / Monika Hin

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Verschiedenes | ^

Historische Datenbestände zum Königreich Württemberg digitalisiert

Wie viele Familien lebten 1834 in Vorderbüchelberg, einem Wohnplatz der Gemeinde Spiegelberg? Wie war die Altersstruktur der Bevölkerung von Crailsheim im Jahre 1855? Gab es vielleicht neben protestantischen und katholischen Familien auch Familien anderer Religionszugehörigkeit in dem einen oder anderen Ort des Königreichs Württemberg? All diese Fragen lassen sich mithilfe der umfangreichen Tabellen beantworten, die ab dem Jahr 1834 im »Königlichen Statistisch Topographischen Bureau« angelegt wurden und jetzt in digitaler Form vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg veröffentlicht wurden.

Reinhard Güll

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Verschiedenes | ^

Regional deutliche Unterschiede des Anteils der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Bodenfläche

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Verschiedenes | ^

Übernachtungen je 1 000 Einwohner (Übernachtungsdichte)

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© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2014 | ^