2008-2

Verarbeitendes Gewerbe 2006: Kräftiges Investitionswachstum mit Breitenwirkung

Thomas Hoffmann

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Die überaus günstige konjunkturelle Gesamtsituation im Jahr 2006 hat sich auch auf die Investitionsbereitschaft der Südwestindustrie positiv ausgewirkt. Die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in Baden-Württemberg sorgten für einen kräftigen Investitionsschub und damit – endlich auch – für eine Auflösung des mehrjährigen Investitionsstaus. Hierbei wurde nicht nur in der industriellen Schlüsselbranche des Landes, dem »Fahrzeugbau«, wieder kräftig investiert, sondern die herausragende Konjunktur hat sowohl sektoral als auch regional ihre Breitenwirkung nicht verfehlt.

Unter diesen Rahmenbedingungen stiegen auch die beiden Kennziffern Investitionsintensität und Investitionsquote zur Beschreibung der Investitionskraft an. Lediglich bei den Leasinginvestitionen war vom konjunkturell bedingten Aufwind auf das investive Engagement der baden-württembergischen Industrie nichts zu spüren, sodass diese im Unterschied zu den Kaufinvestitionen leicht abnahmen.

Vor dem Hintergrund einer in der zweiten Jahreshälfte 2005 einsetzenden allgemein positiven konjunkturellen Entwicklung, erstrahlte die konjunkturelle Gesamtlage der baden-württembergischen Industrie für das Jahr 2006 durchweg in einem hellen Licht, indem die Aufträge (11 %) sowie die Produktion (6,7 %) deutlich an Dynamik gewinnen konnten. Nachdem darüber hinaus mit 284 Mrd. Euro ein erneuter Umsatzrekord (8,4 %) zu verzeichnen war, sprang – nach einer mehrjährigen Investitionszurückhaltung – spätestens jetzt die Ampel für eine verstärkte Investitionstätigkeit auf Grün. Mit einer Ausweitung ihres Investitionsvolumens im Jahr 2006 um mehr als 1,3 Mrd. Euro investierten die heimischen Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (vgl. i-Punkt) insgesamt nominal rund 9,3 Mrd. Euro in Ausrüstungen und Immobilien, und damit 16,5 % mehr als im Jahr davor. Im Jahr 2005 musste noch – trotz eines bereits in höheren Umdrehungen laufenden Konjunkturmotors – insgesamt ein drastischer Rückgang des Investitionsbudgets um mehr als 1 Mrd. Euro oder 11,3 % gegenüber 2004 festgestellt werden1.

infopunkt 1

Der Begriff »Verarbeitendes Gewerbe« wird in diesem Beitrag – in Abweichung von der wirtschaftssystematischen Fassung der »Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2003 (WZ 2003)«– vereinfachend in einer erweiterten Fassung verwendet, die die Wirtschaftszweigpositionen der WZ 2003-Abschnitte »C: Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden« und »D: Verarbeitendes Gewerbe« umfasst und somit den gesamten Erhebungsbereich der traditionellen »Industriestatistik« abdeckt. Dies schließt auch das »Verarbeitende Handwerk« mit ein. Darüber hinaus wird in diesem Artikel für das »Verarbeitende Gewerbe« der Begriff »Industrie« als Synonym verwendet.

Die investiven Ausgaben für Sachanlagen (vgl. i-Punkt) im Jahr 2006 erreichten somit eine vergleichbare Größenordnung wie sie zuletzt bei der Investitionserhebung für das Jahr 2001 ermittelt wurde, als die Investitionstätigkeit der Betriebe innerhalb des ab 1995 laufenden Investitionszyklus an ihrem Höhepunkt (9,9 Mrd. Euro) ankam. Als Ursache für die Ausweitung der im Allgemeinen als konjunkturreagibel geltenden Investitionen kann neben der glänzenden Konjunktur 2006 auch das Vorliegen eines gewissen allgemeinen Nachholbedarfs angeführt werden. Aber auch die Fiskalpolitik der Bundesregierung, die unter anderem eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 3 Prozentpunkte ab dem 1. Januar 2007 beschlossen hatte, dürfte teilweise zu einer Änderung in der zeitlichen Realisierung der Investitionsplanungen (Vorzieheffekt) bei den Betrieben geführt haben.

infopunkt 2

Als »Investitionen« gelten in diesem Beitrag der Wert aller im Geschäftsjahr aktivierten Bruttozugänge an Sachanlagen einschließlich aktivierbarer Großreparaturen und aktivierter geringwertiger Wirtschaftsgüter sowie selbst erstellter und im Bau befindlicher Anlagen. Nicht berücksichtigt sind insbesondere Investitionen in Zweigniederlassungen im Ausland, Zugänge durch den Kauf ganzer Betriebe (bzw. Unternehmen), der Erwerb von Beteiligungen, Wertpapieren o.Ä. sowie der Erwerb von Konzessionen, Patenten und Lizenzen.

Grundlage dieses Beitrags sind die Ergebnisse der »Investitionserhebung bei Unternehmen und Betrieben im Verarbeitenden Gewerbe«. Meldepflichtig sind dabei alle Unternehmen des »Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden« mit 20 und mehr Beschäftigen und deren Betriebe (unabhängig von deren Beschäftigtenzahl) und produzierende Betriebe ab 20 Beschäftigte von Unternehmen anderer Wirtschaftsbereiche. Einbezogen waren im Erhebungsjahr 2006 in Baden-Württemberg 8 197 Betriebe, von denen 7 129 Investitionen tätigten.

Die Ergebnisdarstellung kann grundsätzlich sowohl nach dem Unternehmens- als auch Betriebskonzept erfolgen. Eine regionale Analyse unterhalb der Bundesebene ermöglicht allerdings nur das Betriebskonzept, da in den Unternehmensdaten der Mehrländerunternehmen auch die Angaben der zugehörigen Betriebe außerhalb von Baden-Württemberg enthalten sind.

Aufgrund bestimmter methodischer Besonderheiten weichen die Angaben zu Beschäftigten und Umsatz von den in anderen Veröffentlichungen verwendeten Angaben aus dem »Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden« geringfügig ab.

Ausrüstungsinvestitionen gestiegen | ^

Die Entwicklung der Investitionen des Verarbeitenden Gewerbes wird im Wesentlichen von der Entwicklung der Ausgaben für Ausrüstungsgüter (Maschinen, maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) bestimmt. Während sich der Anteil der Ausrüstungsinvestitionen an den baden-württembergischen Investitionen von 1995 bis 2000 noch in einem Korridor zwischen 86,5 % und 90,2 % bewegte, nahm dieser ab 2001 zunächst stetig zu und erreichte mit 91,9 % seinen Höchstwert im Jahr 2004. Hierbei betrug das Ausgabenvolumen 8,3 Mrd. Euro. Nachdem der Investitionsanteil der Ausrüstungen für die Erhaltung und Erneuerung von Produktionsmitteln in den Betrieben für 2005 auf 91,2 % gesunken war, hält mit dem Ergebnis für das Jahr 2006 (90,5 %) die rückläufige Entwicklung des Ausrüstungsgüteranteils an den Investitionen insgesamt weiter an, auch wenn mit nominal 8,4 Mrd. Euro das zweithöchste Ausrüstungsinvestitionsbudget seit 1995 ausgegeben wurde.

Entsprechend stieg andererseits der Anteil der Ausgaben für Grundstücke und Bauten an den Investitionen. Dieser nahm gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 9,5 % zu. Die Investitionen in Immobilien, die allgemein als Indiz für Erweiterungsinvestitionen gelten, wurden dabei gegenüber dem Vorjahresergebnis weiter um beachtliche 182 Mill. Euro bzw. 25,7 % auf 889,1 Mill. Euro ausgeweitet.

Investitionskennziffern zeigen ebenfalls nach oben | ^

Als Indikator für das Tempo der Modernisierung der Produktion oder für Produkt- und Verfahrensinnovationen und damit als Anhaltspunkt für die Entwicklung des Kapitaleinsatzes wird die Investitionsintensität2 verstanden. Für den Beobachtungszeitraum ab 1995 zeigten sowohl diese Kennziffer als auch die Investitionen in Sachanlagen ein gleichgerichtetes Verlaufsmuster. Mit nominal 7 741 Euro je Beschäftigten nahm die Investitionsintensität 2006 gegenüber dem Vorjahr deutlich zu (16,3 %). Dies stellte gleichzeitig den höchsten Wert seit dem letzten Investitionsboomjahr 2001 dar.

Neben der Investitionsintensität gibt die Investitionsquote3 als weiterer Indikator Aufschluss über die Investitionsdynamik. Während zu Beginn der 90er-Jahre die Investitionsquote noch kontinuierlich über der 5 %-Marke lag, variierte diese nach einer deutlichen Niveauabsenkung seit 1995 nur noch zwischen 4,2 % (1996) und dem 2005 erreichten neuen Tiefststand von 3,1 %. Insgesamt war in der Vergangenheit im Trend eine rückläufige Entwicklung zu beobachten. Hieraus konnte abgeleitet werden, dass allgemein sowohl in Baden-Württemberg als auch in Deutschland4, trotz gestiegener Umsätze, eher eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft im Inland gegeben war. Trotz des überdurchschnittlich hohen Investitionsbudgets nahm die Investitionsquote 2006 für Baden-Württemberg im Vorjahresvergleich lediglich geringfügig auf 3,3 % zu5. Mit ihren hohen Investitionsbeträgen dürften die Betriebe angesichts der kräftig gestiegenen Auftragslage und daraus resultierenden Spitzen bei den Kapazitätsauslastungen vor allem Erweiterungsabsichten neben Ersatzbeschaffungen und Rationalisierungsmaßnahmen verfolgt haben6.

Investitionsentwicklung sowohl mit sektoraler Breitenwirkung … | ^

Das insgesamt kräftige Investitionswachstum in der Südwestindustrie machte sich – von wenigen Ausnahmen abgesehen – auch in der Breite bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahr konnte in den meisten Branchen der heimischen Industrie ein Anstieg der Investitionstätigkeit festgestellt werden; über die Hälfte der Branchen erzielte Zuwachsraten in zweistelliger Höhe. Vor allem legte der »Fahrzeugbau« als schon fast traditionell investitionsintensivste Branche die Messlatte wieder hoch und verzeichnete mit einem Volumen von rund 3 Mrd. Euro die höchste Investitionssumme für 2006 und unterstrich damit seine dominierende Rolle für die Investitionstätigkeit im Land. Mit dem seit 1995 drittgrößten Budget nach 2003 und 2004 kam es in der baden-württembergischen Schlüsselindustrie zu einem Investitionsanstieg um 489,5 Mill. Euro im Vorjahresvergleich. Der Investitionsanteil des »Fahrzeugbaus« am Verarbeitenden Gewerbe (kurz: Strukturanteil) lag damit bei rund einem Drittel (31,8 %); ein Ergebnis, das an die Strukturanteile von mehr als 30 % seit 2002 anknüpft und sich deutlich von den anderen Branchen abhebt.

Das zweithöchste – und seit 1995 stets über 1 Mrd. Euro liegende – Investitionsvolumen verzeichnete mit rund 1,4 Mrd. Euro erneut der »Maschinenbau«, der seine investiven Ausgaben um rund 155 Mill. Euro erhöhte und einen Strukturanteil von 14,6 % erreichte. Investitionen von einer Milliarde Euro und mehr verbuchten ebenso der Bereich »Datenverarbeitung, Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik« (1,2 Mrd. Euro) und der Bereich »Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen« (1 Mrd. Euro). Zusammen tätigten die vier vorgenannten großen Industriebranchen knapp 71 % der Investitionen der Südwestindustrie.

… als auch mit regionaler Breitenwirkung | ^

Die festgestellte sektorale Breitenwirkung der Investitionen für Ausrüstungen und Immobilien spiegelt sich auch bei regionaler Betrachtung der Investitionsentwicklung wider. So expandierten die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in 10 der 12 Regionen Baden-Württembergs ihre Investitionsvolumina im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Spitzenreiter gemessen an den nominalen Investitionsbeträgen war – wie in allen Jahren zuvor innerhalb des Beobachtungszeitraumes ab 1995 – die Region Stuttgart (2,8 Mrd. Euro), die ihr Investitionsvolumen um 21 % ausbauen sowie ihren Strukturanteil um 1,1 Prozentpunkte auf 30,2 % steigern konnte. Damit stellte die Region Stuttgart ihre Bedeutung für die Investitionsentwicklung im Land wieder eindrucksvoll unter Beweis. Maßgeblichen Anteil hieran hatten auf der Ebene der Stadt- und Landkreise zum einen der Stadtkreis Stuttgart (879,5 Mill. Euro) und zum anderen die Landkreise Böblingen (714 Mill. Euro) und Esslingen (517,6 Mill. Euro), die bereits zum 6. Mal in den letzten 12 Jahren in der Rangfolge der landesweit investitionsstärksten Kreise die Top-3-Positionen einnahmen.

Die herausragende Position der Region Stuttgart bestimmt aus sektoraler Sicht allen voran der »Fahrzeugbau«. Der Anteil der Investitionen im »Fahrzeugbau« an den Investitionen in der Region lag im Jahr 2006 bei 63,9 %, während der »Maschinenbau« mit 10,9 % den zweithöchsten Strukturanteil verbuchen konnte, gefolgt vom Bereich »Datenverarbeitung, Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik« (8,8 %). Auch in der Region Heilbronn-Franken (853,3 Mill. Euro) mit den zweithöchsten Investitionen im Land war der Strukturanteil des »Fahrzeugbaus« mit 39,2 % am höchsten, während in der Region Rhein-Neckar (834,6 Mill. Euro), die das drittgrößte Investitionsbudget 2006 erreichen konnte, die »Chemische Industrie« mit einem Strukturanteil von 23,9 % noch vor dem »Fahrzeugbau« (22,8 %) lag. Im Vergleich der Regionen gaben die Betriebe in Ostwürttemberg mit rund 437 Mill. Euro das niedrigste Investitionsvolumen 2006 aus, was einen regionalen Strukturanteil von 4,7 % bedeutete.

Der größte Investitionszuwachs (45,3%) aller Regionen wurde in der Region Bodensee-Oberschwaben erzielt. Hierbei konnten die Betriebe ihre investiven Ausgaben um 172 Mill. Euro auf 552,7 Mill. Euro ausbauen. Dagegen musste in der Region Hochrhein-Bodensee der höchste Investitionsrückgang (- 4 %) um rund 14 Mill. Euro auf 441,8 Mill. Euro festgestellt werden. Die Region Bodensee-Oberschwaben, in der jeder fünfte Euro und damit am meisten in den »Maschinenbau« investiert wurde, profitierte vor allem vom Zuwachs im Landkreis Ravensburg, der sein Investitionsbudget mit 268,5 Mill. Euro um 109,3 % steigerte und zugleich den höchsten Zuwachs aller Kreise erreichte. Insgesamt konnte in 31 von 44 Kreisen und damit in 70,5 % der Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs die Investitionstätigkeit für Ausrüstungsgüter und Immobilien im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Leasinginvestitionen leicht zurückgegangen | ^

Miet- bzw. Leasinginvestitionen7 gelten im Vergleich zu Kaufinvestitionen bzw. Investitionen in Sachanlagen im Allgemeinen als noch stärker konjunkturreagibel. Der Wert der 2006 neu geleasten Sachanlagen betrug 1,4 Mrd. Euro und damit 57,7 Mill. Euro weniger im Vergleich zum Vorjahr, was einen Rückgang der Leasinginvestitionen um 3,9 % bedeutete.

Die Summe aus Miet- und Kaufinvestitionen der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes für das Jahr 2006 in Höhe von 10,7 Mrd. Euro war der Wert der erstmals im Produktionsprozess eingesetzten Anlagegüter; das waren 1,3 Mrd. Euro bzw. 13,3 % mehr im Vergleich zum Vorjahr. Mit diesem Ergebnis erreichten die Gesamtinvestitionen seit 1995 den zweithöchsten Wert nach 2001 (11,4 Mrd. Euro).

Die Nutzung von Leasinginvestitionen zur Beschaffung von neuen Sachanlagen durch die Betriebe ist in den einzelnen Branchen recht unterschiedlich ausgeprägt. Die höchsten Leasinginvestitionen 2006 wurden im »Maschinenbau« (318,6 Mill. Euro) getätigt, gefolgt vom Bereich »Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen« (283,8 Mill. Euro). Die weiteren Plätze nahmen der »Fahrzeugbau« (191,1 Mill. Euro) und der Bereich »Datenverarbeitung, Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik« (187,3 Mill. Euro) ein. Damit belegten die vier kaufinvestitionsstärksten Branchen Baden-Württembergs für das Jahr 2006 auch die ersten vier Plätze im Leasinginvestitionsranking. Darunter verzeichnete allerdings lediglich der Bereich »Metallerzeugung und -bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen« einen Zuwachs seiner Leasinginvestitionen (14,7 %). Zusammengefasst tätigten die vorgenannten Brachen mehr als zwei Drittel (68,6 %) der gesamten Leasinginvestitionen der Südwestindustrie.

Insgesamt lassen sowohl die positive konjunkturelle Entwicklung als auch die Geschäftslage der baden-württembergischen Betriebe mit prall gefüllten Auftragsbüchern und einem hohen Auslastungsgrad in der Produktion im Jahr 2007 vermuten, dass auch für das vergangene Jahr das Investitionsvolumen weiter zugenommen hat.

1 Zur den Ergebnissen der Investitionserhebung im Verarbeitenden Gewerbe für das Berichtsjahr 2005 vgl. Lauer, Thomas: »Deutliche Investitionszurückhaltung bei der Südwestindustrie im Jahr 2005«, in: »Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 4/2007«

2 Investitionen im Verhältnis zur Beschäftigtenzahl zum Stand Ende September des jeweiligen Jahres.

3 Investitionen im Verhältnis zum Umsatz.

4 Vgl. hierzu Hoffmann, Thomas: »Zur Entwicklung der Investitionen im Verarbeitenden Gewerbe seit 1995«, in: »Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 12/2007«

5 Der relativ geringe Anstieg der Investitionsquote ist auf die starke Umsatzausweitung im Jahr 2006 zurückzuführen. Die Umsätze fließen als Nennergröße in die Investitionsquotenberechnung ein.

6 Zur Zielsetzung von Investitionen im Jahr 2006 vgl. hierzu auch die Beiträge von Weichselberger, Annette sowie Jäckel, Peter, in: Institut für Wirtschaftsforschung (Hrsg.): ifo Schnelldienst.

7 Mit dem Berichtsjahr 1988 erfolgte in der Investitionserhebung eine Ergänzung des sogenannten »Eigentümerkonzeptes« um das »Nutzerkonzept«, indem der Merkmalskatalog zusätzlich um den »Wert der neu gemieteten oder gepachteten bzw. geleaste Sachanlagen« ergänzt wurde. Dieses Merkmal erlaubt eine verbesserte Beurteilung der Bedeutung der durch Leasing finanzierten Investitionen (Mietinvestitionen) im Vergleich zu den aktivierten Bruttoanlageinvestitionen (Sachinvestitionen). Vgl. hierzu auch frühere Darstellungen unter anderem bei: Kotter, Jürgen: Investitionszurückhaltung im Verarbeitenden Gewerbe 1997, in: Baden-Württemberg in Wort und Zahl 2/1999, S. 70–81.


© Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart, 2008 | ^